3. Juli 2012

NRW-Studie: Massiver Einsatz von Antibiotika in Geflügelmast

Antibiotika hat wohl niemand gern im Hühnerfleisch. Eine Studie des Landes Nordrhein-Westfalen kommt zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von Antibiotika in der Geflügelmast weiter verbreitet ist als bisher bekannt. Die Tiere würden auch außerhalb von Therapiezeiten und ohne tierärztliche Verordnung mit antibiotisch wirksamen Substanzen behandelt.

Das Landesumweltamt hatte stichprobenartig das Tränkwasser in 42 Ställen auf Antibiotika-Rückstände untersucht. In 26 Ställen seien entsprechende Substanzen gefunden worden. Zum Teil seien auch Rückstände von nicht zugelassenen Antibiotika entdeckt worden. Das Landesumweltamt prüft derzeit, ob rechtliche Schritte gegen die Mast-Betreiber eingeleitet werden.

Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung führt nach Ansicht von Experten dazu, dass Erreger resistenter werden. Krankheiten lassen sich dann nicht mehr wirksam mit Antibiotika behandeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)