4. Juli 2012
Wenn das Klima wärmer wird, schrumpfen offenbar die Blätter von Pflanzen.
Ein internationales Forscherteam hat das jetzt bei der Strauchpflanze "Dodonaea viscosa" bewiesen. Die Pflanze wächst im Süden Australiens. Die Wissenschaftler untersuchten bis zu 127 Jahre alte getrocknete Blätter des Strauchs. Die verglichen sie mit frischen. Das Ergebnis: Die Blätter wurden im Laufe der Zeit um etwa zwei Millimeter schmaler. Damit ähneln sie denen von Pflanzen, die in wärmeren Regionen wachsen.
Die Wissenschaftler folgern: Die Veränderung der Blätter ist eine direkte Antwort auf den Klimawandel. Sind die Blätter schmaler, verlieren sie weniger Wasser und sind weniger anfällig für Überhitzung.
Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Biology Letters" erschienen (doi:10.1098/rsbl.2012.0458).
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)