4. Juli 2012

Spitzmäuse heizen sich vor Sprung ins kalte Wasser auf

Beim Sprung in kaltes Wasser sinkt die Körpertemperatur. Und für die meisten Säugetiere ist das auch gut so. Denn je niedriger die Körpertemperatur, desto geringer ist auch der Sauerstoffverbrauch. Tauchgänge können dann länger dauern.

Ein winziges Säugetier macht es aber genau andersherum. Wie Forscher auf einer Tagung der "Society for Experimental Biology" in Salzburg berichten, erwärmt die Amerikanische Wasserspitzmaus ihren Körper vor einem Tauchgang um bis zu 1,5 Grad. Wie sie das anstellt, ist den Forschern unklar. Häufig geschehe das, während die Maus still am Wasserrand sitze. Die Biologen vermuten, dass es den Wasserspitzmäusen unter Wasser weniger auf die Dauer des Tauchens ankommt, denn die Tiere tauchen auf der Suche nach Beute ohnehin höchstens für fünf bis sieben Sekunden ab. Wichtiger sei wohl die Fähigkeit, sich schnell zu bewegen. Und das funktioniere bei einer erhöhten Körpertemperatur besse

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)