4. Juli 2012
Die Ozeane sind plastikverseucht. Wissenschaftler aus Kanada haben große Mengen Plastikmüll in den Mägen von Seevögeln nachgewiesen - jetzt auch an den amerikanischen Küsten des Nordpazifik. Ihrer Ansicht nach erreicht das Meer damit einen Grad der Verschmutzung, wie er bisher nur in der Nordsee zu finden war.
Die Forscher der Universität von British Columbia hatten die Mägen von Möwen untersucht. In der Fachzeitschrift "Marine Pollution Bulletin" berichten sie, dass sie tote Eissturmtaucher an Stränden seziert haben. Von den knapp 70 Tieren hatten fast alle Plastikmüll im Magen - im Schnitt 37 Teile, ein Vogel hatte sogar 450 Plastikstückchen geschluckt.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass große Mengen Plastik in den Weltmeeren treiben. Das wird gefressen - oder seine Inhaltsstoffe übertragen sich in die Nahrungskette. Der Plastikmüll gelangt wahrscheinlich über Flüsse ins Meer oder wird von Schiffen aus über Bord geworfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)