4. Juli 2012
Schwämme gehören zu den primitivsten und ältesten Tierstämmen. Sie sind weltweit verbreitet und kommen in allen Meeren und fast allen Süßwasser-Lebensräumen vor. Jetzt haben deutsche und australische Forscher dafür gesorgt, dass die einzelnen Arten schneller bestimmt werden können. Sie haben eine Art Bibliothek angelegt, in der genetische Erkennungssequenzen - auch DNA-Barcodes genannt - gespeichert sind. Für ihr "Sponge Barcoding Project" analysierten sie mehr als 7.400 Schwämme.
Schwämme spielen eine wichtige Rolle in vielen Ökosystemen, zum Beispiel, weil sie Schwebstoffe aus dem Wasser filtern. Außer aus Naturschutzgründen ist die Bestimmung auch für die Biotechnik wichtig: Die Stoffwechselprodukte von Schwämmen stehen im Fokus der Arzneimittelforschung.
Ein Artikel zu der Datenbank ist im Fachmagazin PloS ONE erschienen.
Die Datenbank selbst finden Sie hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)