4. Juli 2012
Pünktlich zum Sommerferienbeginn wird es wohl wieder so sein - die Benzinpreise klettern wie von Zauberhand nach oben. Nicht selten wird gemutmaßt, dass dahinter ein Kartell der Mineralölkonzerne steht, die per Absprachen den Preis künstlich hoch halten. Doch wie Physiker der Universität Bremen schreiben, können solche Preisentwicklungen auch spontan - also ganz ohne Absprache - entstehen.
Die Wissenschaftler hatten ein Modell realer Marktszenarien geschaffen, mit dem sie die Entstehung kartellähnlichen Verhaltens beobachten wollten. Dabei wurde klar, dass der Zeitpunkt beim Kauf von Produkten wie Benzin eine entscheidende Rolle spielt. Wenn Kunden schnell reagierten und viele von ihnen zu einem preiswerten Anbieter wechselten, sinke das Preisniveau. Seien die Verkäufer bei den Preiserhöhungen schneller, könnten sich diese stabilisieren.
Für den Benzinmarkt könnten Apps oder Online-Listen mit den preiswertesten Tankstellen nach Ansicht der Wissenschaftler für Kunden hilfreich sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)