5. Juli 2012
Moose, die in der Kälte der Antarktis wachsen, bedienen sich einer ungewöhnlichen Nahrungsquelle. Sie wachsen auf Pinguinkot, den die Tiere dort vor mehreren Tausend Jahren hinterlassen haben. Wie die britische BBC berichtet, fanden Forscher das heraus, als sie nach den Nährstoffquellen der Pflanzen fahndeten. Ihr Ergebnis präsentierten sie auf einer Jahrestagung von Experimentalbiologen in Salzburg. Eine der beteiligten Forscherinnen sagte, der Stickstoff, der in die Pflanzen gelange, habe einen ganz bestimmten chemischen Fingerabdruck, der sich Seevögeln zuordnen lasse. Weil aber heute in dem untersuchten Antarktisgebiet keine Seevögel mehr lebten, müsse der Kot dort schon seit langer Zeit liegen - schätzungsweise seit 3.000 bis 8.000 Jahren. Die darauf wachsenden Moose dienen ihrerseits heute als Lebensraum für Insekten und Kleinlebewesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)