5. Juli 2012

Umfrage: Kunden fühlen sich von Lebensmittelkennzeichnungen getäuscht

Verbraucher fühlen sich durch Aufmachung von Lebensmitteln häufig getäuscht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im Auftrag der Verbraucherzentralen. Dafür wurden 750 Menschen befragt - zu 15 Verpackungsaufschriften. Dabei ging es um Regionalität, Zutaten und Herstellungstechniken. So wird zum Beispiel deutscher Käse mit griechisch anmutendem Produktnamen und landestypischen Motiven vermarktet. Hier fühlten sich 72 Prozent der Verbraucher getäuscht. Eine Instantsuppe mit der Werbeaufschrift "ohne Geschmacksverstärker" enthalte anstelle von Glutamat Hefeextrakt. Dieser wirke zwar ähnlich, gelte lebensmittelrechtlich aber nicht als geschmacksverstärkender Zusatzstoff. Über solche Kennzeichnungsmethoden ärgerten sich 64 Prozent der Verbraucher.

Wie einer der Autoren der Studie erklärte, gehen mehr als drei Viertel der Verbraucher davon aus, dass Lebensmittel auf der Verpackung oft besser dargestellt werden als sie es sind. Es liege im Eigeninteresse der Lebensmittelwirtschaft, das Verbrauchervertrauen zu stärken - sonst gehe es nur noch um den Preis.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)