6. Juli 2012
Ob nun unter Wasser oder nicht: Ein Vulkanausbruch hat häufig dramatische Folgen für das Leben in seiner Umgebung. Spanische Wissenschaftler haben erstmals die Auswirkungen einer Eruption unter dem Meeresspiegel genau untersucht - und zwar vor der Küste von El Hierro. Das ist die kleinste der Kanarischen Inseln. Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Scientific Reports", der Ausbruch des dortigen Unterwasser-Vulkans im Oktober 2011 habe starke chemische und physikalische Veränderungen ausgelöst. Das Wasser habe sich über dem Krater innerhalb kürzester Zeit um 18 Grad erwärmt. Außerdem habe das ausgestoßene Kohlendioxid das Meer extrem sauer gemacht. Das Ökosystem sei dadurch empfindlich gestört worden. In dem Gebiet habe man kurz nach der Eruption keinen einzigen Fischschwarm mehr gefunden. Auch Plankton sei kaum noch vorhanden. Selbst Monate später seien die Folgen noch spürbar.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)