6. Juli 2012

Gladiatoren: Jugendliche in der Arena

Hollywood täuscht - auch wenn es um Gladiatoren geht. Darauf hat der Mannheimer Historiker Christian Mann hingewiesen. Der Nachrichtenagentur DAPD sagte er, es sei im römischen Reich bei weitem nicht so gewesen, dass es in jedem Gladiatorenkampf Tote gegeben habe. Im ersten Jahrhundert nach Christus hätten beide Gladiatoren einen Kampf zu 90 Prozent überlebt. Dann seien die Spiele in der Arena brutaler geworden, zweihundert Jahre später habe bereits ein Drittel der Auseinandersetzungen mit dem Tod eines Gladiators geendet. Der Wissenschaftler betonte, die meisten antiken Kämpfer hätten ihre Karriere im Alter von 16 oder 17 Jahren mit einer Ausbildung begonnen und seien häufig schon in ihren 20ern gestorben. Zum Gladiator wurde man, weil man als Verbrecher dazu verurteilt wurde, weil man als Sklave oder Kriegsgefangener an einen Kampfausrichter verkauft wurde oder wenn man sich freiwillig meldete.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)