6. Juli 2012
Schlechtes Wetter schreckt ab - deswegen sind belgische Tourismusverantwortliche sauer. Und zwar auf den privaten Wetterdienst Météo Belgique. Der hatte in der meistgelesenen Tageszeitung des Landes, "Het Laatste Nieuws", einen richtig schlechten Sommer für die belgische Küste vorhergesagt: Demnach soll die Temperatur dort im Juli nur an fünf Tagen über 25 Grad steigen und auch die erste Augusthälfte nicht sommerlich werden.
Diese Wettervorhersage sei "unwissenschaftlich" und schlecht fürs Geschäft, sagte Daniel Despiegelaere, Tourismus-Chef im vornehmen Badeort Knokke-Heist. Nachdem der Bericht erschienen sei, seien sofort Buchungen storniert worden. Deshalb überlegten örtliche Hoteliers und Gaststättenbetreiber nun, den Wetterdienst zu verklagen.
Ein anderer Tourismus-Verantwortlicher betonte, in Frankreich sei eine solche Vorhersage nicht denkbar. Dort sage kein Meteorologe: "Das Wetter an der Côte d'Azur wird schlecht, fahrt alle nach Marrakesch."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)