7. Juli 2012

Hintergrund: Stierkampf und -hatz

Bei der ersten Stierhatz dieses Jahres im nordspanischen Pamplona sind mehrere Läufer verletzt worden. Zur Stierhatz und zum Stierkampf in Pamploma hier ein Hintergrund:

Wo die Hatz ihren Ursprung hat, ist unklar. Eine These ist, dass die Tierhatzen der römischen Antike als Vorbild dienen. Der Stierkampf hat seine Wurzeln vermutlich in unblutigen Stierspielen im Mittelalter - also einer Art Ritterspiel.

Die heutige Art des Stierkampfes wurde im frühen 18. Jahrhundert entwickelt. 1830 wurde in Sevilla die erste Stierkampfschule errichtet.

Der Stierkampf oft in Kunst und Literatur dargestellt worden. Die Stierhatz ist vor allem durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" weltbekannt geworden. Heute werden der Stierkampf und die Hatz von Tierschützern kritisiert.

Laut dem deutschen Tierschutzbund gibt es in Spanien jedes Jahr etwa 2.000 Stierkämpfe. Auch für das Training der Toreros würden Tiere verbraucht. Jährlich kämen bei Hatz und Kampf circa 30.000 Tiere zu Tode.

Die Region Katalonien hat Stierkämpfe bereits verboten. Das spanische Bildungs- und Kulturministerium versucht aber die Stierhatz als förderwürdiges Kulturgut zu legitimieren. Dann könnten Gelder aus EU-Töpfen folgen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)