9. Juli 2012

Wissenschaftshistoriker im DLF : Higgs-Teilchen zu stark umjubelt

In der allgemeinen Begeisterung über die Entdeckung des Higgs-Teilchens haben Journalisten viel Hofberichterstattung betrieben. Dieser Meinung ist der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer.

Er sagte im Deutschlandfunk, ähnlich wie auch alljährlich bei der Vergabe der Nobel-Preise hätten die meisten Journalisten nur unkritisch mitgejubelt. Dabei sei der Nachweis des Higgs-Elementarteilchens am Genfer Kernforschungszentrum CERN eigentlich langweilig gewesen - sowohl in logischer als auch in philosophischer Hinsicht. Schließlich sei nur das Erwartete gefunden worden.

Fischer, der selbst Biologe ist, betonte, spannender und für die Gesellschaft ungleich bedeutender seien aus seiner Sicht derzeit die Energie- und Klimaforschung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)