9. Juli 2012
Wer wenig auf die Sicherheit seines Rechners achtet, könnte heute Probleme bekommen, sich mit dem Internet zu verbinden. Grund: Die USA wollen die Ersatzserver abschalten, die für Opfer der Schadsoftware "DNS Changer" eingerichtet wurden.
Der Trojaner hatte in befallenen Rechnern die DNS-Einstellungen manipuliert - DNS, kurz "Domain Name System", bezeichnet das System, das Domainnamen wie dradiowissen.de für Maschinen in verständliche Adressen übersetzt und den Computer im Internet auf die richtige Seite weiterleitet.
Mit den manipulierten Einstellungen konnten Cyberkriminelle Suchergebnisse manipulieren oder weitere Schadsoftware auf den befallenen Rechner nachladen. Dafür hatten sie mehrere hundert "Zombie-Server" eingerichtet, die das FBI nach der Entdeckung beschlagnahmt und dafür Ersatzserver eingeschaltet hatte. Weil diese nun abgeschaltet werden, könnten vom Trojaner befallene Computer weiter versuchen, sich darüber mit dem Internet zu verbinden. Das würde dann aber fehlschlagen.
Zur Zeit sollen weltweit noch etwa 300.000 Rechner vom "DNS Changer" befallen sein. Deswegen empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die DNS-Einstellungen zu überprüfen. Auf dieser Internet-Seite können Sie feststellen, ob Ihr Rechner betroffen ist, und gegebenfalls reagieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)