9. Juli 2012
Dieser Forschungsbericht ist falsch. Das hat die Fachzeitschrift "Science" gestern erklärt und sich dabei auf einen umstrittenen Bericht von 2010 bezogen, in dem über die Entdeckung einer zuvor gänzlich unbekannten Lebensform berichtet worden war, die von Arsen lebt. Dieses Ergebnis werde von zwei neuen Studien widerlegt.
2010 hatte die Entdeckung eines Bakteriums in den arsenreichen Sedimenten des kalifornischen Salzwassersees Mono Lake eine heftige Debatte ausgelöst. In der Studie dazu hieß es, das Bakterium GFAJ-1 könne statt Phosphor Arsen in seine DNA und seine Zellmembranen einbauen, um zu überleben. Die NASA hatte damals erklärt, es sei eine "astrobiologische Entdeckung, die Auswirkungen auf die Suche nach Beweisen für außerirdisches Leben haben wird".
Nun kamen zwei Wissenschaftlerteams bei der Überprüfung der Studie zu dem Schluss, um zu überleben, sei das Bakterium doch auf geringe Mengen Phosphor angewiesen. Es könne ihn nicht vollständig durch Arsen ersetzen. "Science" betonte, das Bakterium sei also keine neue Lebensform, sondern ein Organismus, der sich einer extremen Umwelt mit hohem Arsengehalt angepasst habe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)