9. Juli 2012
Schon im antiken Griechenland und in Ägypten wurde Kupfer eingesetzt, um Wunden zu behandeln - auch wenn man damals noch nicht wusste, auf welche Weise das Metall gegen Entzündungen wirkt. Inzwischen ist bekannt: Kupfer bekämpft Bakterien, die Infektionen auslösen können. Bakterien stecken auch hinter Harnwegsinfektionen, zum Beispiel Escherichia coli. Wie Forscher im Fachmagazin "Nature Chemical Biology" berichten, nutzt dieses Bakterium einen speziellen Mechanismus, um Kupfer im menschlichen Körper unschädlich zu machen. Es sondert Moleküle ab, die die Kupferatome binden. Auf diese Weise erhöht es seine Überlebenschancen.
Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie Urinproben von Kranken untersucht. In fast allen Proben fanden sie Escherichia-Bakterien, die das Kupfer-bindende Molekül produzierten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)