9. Juli 2012
Schmiergeldzahlungen, Betrug oder veruntreute Gelder - in der Bundesverwaltung werden immer mehr Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsverdacht eingeleitet. Das berichtet die "Berliner Morgenpost", der nach eigenen Angaben ein bislang geheim gehaltener Bericht des Innenministeriums vorliegt.
Demnach richtet sich das Papier mit dem Titel "Korruptionsprävention in der Bundesverwaltung" an den Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags. Die Zeitung schreibt, im vergangenen Jahr hätten die Strafverfolgungsbehörden insgesamt 34 Verfahren gegen Bundesbedienstete eingeleitet. Das seien mehr als in den Jahren 2009 und 2010.
Auffällig sei, dass sich bei den 2011 eingeleiteten Verfahren fast die Hälfte auf den Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bezögen. Ebenfalls betroffen seien die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesversicherungsamt, BVA. Beispielsweise habe das BVA einige Aufträge vergeben, die eigentlich europaweit hätten ausgeschrieben werden müssen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)