9. Juli 2012
Weihrauch gehört seit der Antike zu vielen religiösen Zeremonien.
Doch Weihrauch kann offenbar noch mehr: Forscher der Friedrich-Schiller-Universität in Jena haben herausgefunden, dass er auch entzündungshemmend wirken kann. Das mache den Weihrauch als Arzneimittel interessant, mit dem Krankheiten wie Asthma, Rheuma oder Neurodermitis behandelt werden könnten, heißt es.
Das Harz, aus dem der Weihrauch entsteht, enthält Boswelliasäuren. Sie hemmen ein Enzym, das für Entzündungen verantwortlich ist. Laut der Forscher sind bei der Behandlung auch weniger Nebenwirkungen als mit konventionellen Medikamenten zu erwarten.
Ob es Weihrauch als Medikament auf den Massenmarkt schafft, ist zweifelhaft. Die Harzbäume sind vom Aussterben bedroht, somit könnte schlicht und einfach nicht genug der Säure gewonnen werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)