9. Juli 2012

Forscher ergründen Wasserstoffverbindungen in Proteinen

Proteine sind ein wichtiger Teil von Lebewesen.

Sie sorgen dafür, dass Zellen stabil sind und transportieren unter anderem Stoffwechselprodukte. Damit die Proteine wirksam sind, müssen ihre Aminosäureketten in einer dreidimensionalen Struktur gefaltet sein. Die Struktur entsteht durch Wasserstoffbrücken, von denen einige stabiler, einige weniger stabil sind. Einem Forscherteam der Universität Basel es jetzt bei einem Modellprotein gelungen, diese Wasserstoffbrücken einzeln zu untersuchen. Mit einem neuen Messverfahren (der Kernmagnetresonanzspektroskopie), das vor allem mit Druck arbeitet, stellten sie fest: Verbindungen über eine kurze Distanz sind am stabilsten, die über weitere Distanzen weniger. Allerdings gibt es auch dabei Ausnahmen. Wichtige Verbindungen, etwa die zu anderen Proteinen, seien immer stabil, egal wie lang sie seien.

Im Fachmagazin "Nature Chemistry" schreiben die Wissenschaftler, die von ihnen angewandte Technologie könne in Zukunft helfen, Biomoleküle genauer zu untersuchen und mehr über ihre Funktion zu verstehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)