10. Juli 2012

Schmelzendes Eis lässt Grönlands Eissockel ansteigen

Grönlands Felssockel steigt langsam in die Höhe. Das hat ein internationales Forscherteam bei Messungen festgestellt. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "PNAS" schreiben, ist der Untergrund im Sommer 2010 um bis zu drei Zentimeter angestiegen. Die Ursache dafür sei das Schmelzen der Eisdecke. Sie sei in dem Jahr dadurch mindestens 113 Milliarden Tonnen leichter geworden. Wenn weniger Eis auf den Boden drücke, dehne sich dieser nach oben aus - so wie in kleinerem Maßstab die Feder in einer herkömmlichen Badezimmerwaage.

Der Felssockel von Grönland hebe sich zwar schon seit der letzten Eiszeit leicht an, so wie fast alle Gesteinsmassen auf der nördlichen Halbkugel. Die nun gemessene Hebung sei aber größer, und das sei nur durch das Abschmelzen des grönländischen Eises infolge des Klimawandels zu erklären.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)