10. Juli 2012

Russische Frauen-Punkband "Pussy Riot" bleibt in Haft

Wer in Moskau auf offener Bühne für die Amtsenthebung von Wladimir Putin betet, kann im Gefängnis landen. So erging es zumindest der russischen Frauen-Punkband "Pussy Riot". Die drei Bandmitglieder stehen seit fast einer Woche im Hungerstreik. Ein Gericht in Moskau lehnte nun einen Einspruch gegen ihre Inhaftierung ab. Für ihre Freilassung hatten sich zuvor mehr als hundert Mitglieder der russischen Kunstszene in einem offenen Brief stark gemacht.

Den drei jungen Frauen wird "organisiertes Rowdytum" vorgeworfen. Darauf steht in Russland eine Strafe von bis zu sieben Jahren. Die Band hatte zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in dem Land für Aufsehen gesorgt, als sie in der wichtigsten russisch-orthodoxen Kirche in Moskau auftrat. Dort prangerten die Musikerinnen die engen Beziehungen der Kirche zu Wladimir Putin an - unter anderem mit einem Gebet.

Die Anwälte der Band rechnen damit, dass der Prozess noch im Juli oder August beginnt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)