10. Juli 2012
Am 10. Juli 1962 wurde der erste zivile Fernsehsatellit mit einer Rakete ins All gebracht. Er hörte auf den Namen "Telstar" und ermöglichte die ersten Telefongespräche und Liveübertragungen im Fernsehen via Satellit - und zwar von Nordamerika nach Europa. Vorher wurde diese Kommunikation meist über Unterseekabel abgewickelt.
Der Satellit verstärkte die Signale, die er von der Erde empfing und sendete sie weiter zum Zielort. Er wog 77 Kilogramm und war 87 Zentimeter groß. Seine Leistung betrug 15 Watt. Zum Vergleich: 1999 lag die Leistung eines seiner Nachfolger, des "Telstar 7", bei 10.000 Watt.
"Telstar 1" war übrigens schon 1963 kaputt - die Atombombenversuche der USA in der Atmosphäre hatten seine empfindlichen Transistoren nach und nach zerstört. Als Weltraumschrott wird er erst in schätzungsweise 200 Jahren in der Atmosphäre verglühen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)