10. Juli 2012

Fukushima-Simulation: Radioaktivität erreicht US-Küste in drei Jahren

In den Schlagzeilen ist die Atomkatastrophe von Fukushima nur noch vergleichsweise selten - meist, wenn es um das Wiederhochfahren japanischer Atomreaktoren geht. Die Folgen der Katastrophe für die Umwelt werden aber noch lange zu spüren sein.

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel geben jetzt zumindest beim radioaktiv verseuchten Meerwasser leichte Entwarnung. Sie haben in einem Modell simuliert, wie sich das Wasser verteilt hat. Demnach haben Strömungen, Wind und Wellen die radioaktiven Partikel stark verdünnt. Vor allem der sogenannte Kuroshio-Strom vor Japan habe dafür gesorgt.

So seien die im Pazifik gemessenen Werte schon jetzt niedriger als die Radioaktivität, die heute - 26 Jahre nach Tschernobyl - in der Ostsee gemessen werde. Der gesetzliche Grenzwert für Trinkwasser werde weit unterschritten.

Mit ihrem Modell haben die Forscher auch ausgerechnet, wie sich das Wasser aus Japan weiter ausbreitet. Demnach wird es im Herbst nächsten Jahres die Hawaii-Inseln erreichen und zwei bis drei Jahre später die nordamerikanische Küste.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)