10. Juli 2012
Eine Seekarte zeigt normalerweise Inseln oder Untiefen an - in der von französichen Forschern soll Müll verzeichnet werden. Die Forscher des Meeresobservatoriums in Villefranche-sur-Mer wollen von einem Segelboot aus Müllproben im Mittelmeer nehmen, drei Wochen lang zwischen der italienischen und der französischen Küste. Dabei soll die Menge der Müll-Teilchen pro Qudratmeter in eine Karte eingetragen werden. Die soll zeigen, wo das Mittelmeer am stärksten belastet ist. Küstenstädte sollen mit der Karte besser gegen die Verschmutzung vorgehen können.
Das Mittelmeer ist nach Angaben der Forscher eines der Meere, das am stärksten verschmutzt ist. Das stellten sie schon bei Fahrten in den vergangenen Jahren fest. Vor der Küste Algeriens hätten Fischer zur Hälfte Fisch und zur Hälfte Müll in ihren Netzen.
Vor allem kleine Plastikteilchen seien im Mittelmeer ein Problem: Sie würden von Fischen gefressen und gelangten so in die Nahrungskette.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)