10. Juli 2012
In Belgien gibt es Kritik an der Kandidatur eines Behinderten bei einer Kommunalwahl. In der Stadt Gent hat sich nach Medienberichten ein geistig behinderter Mann auf die Wahlliste setzen lassen. Er kandidiert demnach für die flämischen Christdemokraten auf einem der hinteren Listenplätze.
Kritiker sehen die Aufstellung dem Bericht zufolge als "reinen Werbecoup" für seine Partei. Die Parteikollegen des Kandidaten widersprechen: Er sei nicht wegen seiner Behinderung ausgewählt worden, sondern weil er seit vielen Jahren Mitglied der christdemokratischen Partei sei und sich für sie engagiere.
Der Kandidat soll wegen seiner Behinderung Schwierigkeiten mit dem Schreiben haben. Außerdem falle ihm zeitweise das Sprechen schwer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)