10. Juli 2012
Historische Spiegel werden nach einigen Jahren blind. Dabei wird oft Quecksilber freigesetzt und bildet giftige Dämpfe. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat nun untersucht, wie viel von dem Stoff in Museen in der Luft liegt. Gemessen haben die Forscher zum Beispiel im Konzertzimmer von Friedrich dem Großen im Neuen Palais in Potsdam. Dort hängen besonders viele Quecksilberspiegel. Die gemessene Emission war allerdings sehr gering, was nach Angaben der Forscher vor allem an der Größe des Raumes lag. Der Luftwechsel sei hier relativ hoch, anders könne es in kleinen, abgeschlossenen Räumen aussehen.
Um die Luft auch in solchen Situationen sauber zu halten, emfpehlen die Forscher, die giftigen Dämpfe durch Absorptionsmaterialien zu binden. Geeignet sei zum Beispiel mit Gold bedampftes Papier, das zwischen dünne Kunststoffbahnen gelegt wird. Eine andere Möglichkeit sei, die Spiegelrückseite durch eine Glasscheibe zu verschließen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)