11. Juli 2012
Der "Heilige Nazario" war ein Drogenboss. Und als er in Mexiko vor zwei Jahren von Sicherheitskräften erschossen wurde, war er alles andere als bekehrt. Wie die Zeitung "Reforma" berichtet, hat sich dennoch - oder gerade deswegen - um ihn ein echter Kult entwickelt. In dem Gebiet Mexikos, wo er seine Verbrechen beging, seien zum Beispiel Statuen und Altäre aufgestellt worden, die von den Leuten angebetet würden. Es existierten Fürbitten, die den "heiligen Nazario" um Schutz und Segen bäten.
Zu Lebzeiten pflegte Nazario Moreno González seine Verbrechen mit religiösen Motiven zu rechtfertigen: Er behauptete, sie seien "göttliches Recht".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)