11. Juli 2012
Wo gehen sie hin, die Zellen? Und vor allem: Wie viele wandern dorthin, wo sie hin sollen? Für Stammzell-Mediziner eine wichtige Frage, um die Wirksamkeit ihrer Therapie zu testen. Denn für eine solche Behandlung werden Stammzellen - zum Beispiel aus dem Knochenmark - so verändert, dass sie dem Körper nach Herzanfällen oder Entzündungen helfen können und dann dem jeweiligen Patienten verabreicht. Dabei kommt es darauf an, dass die Hilfs-Zellen auch dort landen, wo sie zerstörtes Gewebe ersetzen sollen.
Britische Wissenschaftler haben jetzt eine Methode entwickelt, mit denen sich die Spur der Stammzellen im Körper verfolgen lässt. Sie hefteten magnetische Teilchen an frische Blutzellen. Die ließen sich laut Studie im Kernspintomographen ohne belastende Strahlung bis zu einer Woche lang verfolgen. Genau das war bislang das Problem: Bislang nutzte man dafür Methoden, die die Spur nur wenige Stunden lang sichtbar machten oder die Patienten unnötiger Strahlung aussetzten.
Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Circulation: Cardiovascular Imaging", ihre Probanden hätten die magnetisch markierten Zellen gut vertragen. Mit ihnen könne man nach weiteren Tests möglicherweise Stammzelltherapien besser bewerten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)