11. Juli 2012

Warum manche Galaxien so wenige Sterne haben

Es ist, als hätte jemand vor etwa 13 Milliarden Jahren einen Schalter umgelegt. Zu dieser Zeit - aus astronomischer Sicht kurz nach dem Urknall - hörten mehrere kleine und weit entfernte Galaxien plötzlich und gleichzeitig damit auf, Sterne zu bilden.

Warum, war Wissenschaftlern bislang ein Rätsel. Mithilfe von Daten des Weltraumteleskops Hubble sind sie dessen Lösung jetzt auf die Spur gekommen. Die Astronomen erklären: Etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall gab es eine Phase, in der die Strahlung der ersten Sterne die Atmosphäre des Universums veränderte. Das habe bei kleineren Galaxien dazu geführt, dass sie ihren Gas-Mantel verloren - und ohne Gas keine neuen Sterne.

Anders erging es größeren Galaxien wie etwa der Milchstraße. Sie hätten sich gegen die Strahlung abschirmen können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)