11. Juli 2012

Hintergrund: Butter

Butter wird wieder billiger. Die Preise sind im vergangenen Jahr um über zwanzig Prozent gesunken. Damit sei eine suksessive Teuerungswelle vorerst abgeebbt, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Der Preis für Butter hat nahezu symbolischen Wert für Politik und Gesellschaft. Ende der 70er-Jahre sorgten sogenannte Butterberge für Diskussionen. So lautet die Bezeichnung für die ständige Überproduktion von Butter in der Europäischen Union.

Weil es nach dem Krieg zu wenig Butter gab, wurde eine Subventionspolitik ins Leben gerufen, die den Bauern den Verkauf der meisten Erzeugnisse zu staatlich garantierten Preisen ermöglichte. Durch diesen Anreiz stieg die Produktion an Getreide, Vieh, Milch und Milcherzeugnissen sprunghaft an. Ende der 70er überstieg das Angebot die Nachfrage. Als Gegenmaßnahme wurde 1984 die Milchquote eingeführt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)