11. Juli 2012
Radiohead und Pink Floyd sind sauer. Die Musiker der zwei britischen Bands hatten sich nach eigenen Angaben mehr von einer angekündigten Reform des Urheberrechtes versprochen. Sie erklärten, das heute vorgelegte Konzept der EU-Kommission sei nicht ausreichend. Damit würden gemachte Versprechungen nicht eingehalten.
Das Konzept der EU-Komission berücksichtigt den Aspekt grenzüberschreitender Lizenzen und Rechteverwertungen. Binnenkommissar Michel Barnier sagte, das Urheberrecht müsse mit der Zeit gehen. Er meint damit vor allem den digitalen Markt, in dem Musik-, Film- und Bücherrechte eine Rolle spielen. In Barniers Entwurf sind unter anderem länderübergreifende Online-Lizenzen vorgesehen. Die Ausschüttung von Einnahmen an die Rechteinhaber soll außerdem schneller als bisher erfolgen.
Nach Angaben der Kommission gibt es in der Europäischen Union mehr als 250 Verwertungsgesellschaften, die die Rechte von Autoren und Künstlern vertreten. Sie verwalten jährlich rund sechs Milliarden Euro an Lizenzgebühren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)