12. Juli 2012
Wer ein großes Herz hat, kann man im Kopf nachschauen.
Forscher der Universität Zürich haben Menschen untersucht, während sie Geld zwischen sich und einem anonymen Spielpartner aufteilen sollten. Manche waren fast nie bereit, auf Geld zu verzichten, andere waren sehr großherzig.
Die Forscher stellten bei den Probanden fest, dass eine bestimmte Hirnregion besonders aktiv wird, wenn Menschen an die Grenzen ihrer Großzügigkeit gelangen - bei den einen früher, bei den anderen später. Diejenigen, die mehr abgeben als andere, haben demnach mehr graue Hirnsubstanz zwischen Scheitel- und Schläfenlappen. Die Forscher glauben trotzdem, dass altruistisches Verhalten nicht nur biologisch bestimmt ist, sondern auch durch soziale Prozesse. Dem wollen sie jetzt nachgehen.
Die Züricher Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse im Fachmagazin "Neuron" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)