12. Juli 2012
"In Spanien hat man auf das Erlernen von Fremdsprachen nie großen Wert gelegt." Das gibt der spanische Bildungsminister José Ignacio Wert Ortega zu. Er sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", das liege auch an der Bedeutung des Spanischen, das weltweit vierhundert Millionen Menschen sprächen. Deshalb stehe sein Land aber im internationalen Vergleich schlecht da. Dagegen müsse man etwas tun.
Die Sprachkenntnisse sind nicht das einzige, was Wert verändern will. Er strebt eine neues Modell in der Berufsausbildung an, das sich an dem dualen System in Deutschland orientiert. Der Politiker meint, die Berufsausbildung habe derzeit in Spanien ein schlechtes gesellschaftliches Ansehen und sei antiquiert. Es gebe nur rund 270.000 Berufsschüler und 1,5 Millionen Studenten. Das zu ändern, gehe aber nicht von heute auf morgen.
Der spanische Bildungsminister trifft sich heute in Stuttgart mit seiner deutschen Kollegin Annette Schavan. Sie wollen über eine Kooperation zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sprechen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)