12. Juli 2012
Die Griechen haben zwischen den beiden Parlamentswahlen im Frühjahr viel von ihrem Sparguthaben von den Banken abgehoben. Wohin es verschwunden ist, hat der Schweizer Fotograf Salvatore Vinci dokumentiert. Er hat die Euro-Verstecke seiner Freunde fotografiert. Vinci sagte dem "Zeit-Magazin", die Verstecke seien alle seltsam und gut überlegt gewesen. Jemand habe das Geld zum Beispiel unter einen Müllsack im Mülleimer gelegt, ein anderer habe es in seinem Fischerboot versteckt.
Vinci sagte, er habe den Menschen versichern müssen, ihre Namen und Adressen nicht zu nennen. Seine Freunde hätten alle 4.000 bis 10.000 Euro zu Hause gehabt. Das Geld sei dafür gedacht gewesen, notfalls die ersten Wochen nach der Wahl zu überleben. Alle hätten Angst gehabt, dass die Banken zumachen könnten und Kreditkarten nicht mehr gültig seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)