12. Juli 2012
Weibliche Polygamie rettet Leben. Zumindest im Fall der Giftpfeilfroschart "Allobates femoralis". Evolutionsbiologen der Universität Wien haben das Fortpflanzungsverhalten der Frösche untersucht - indem sie einige auf einer Flussinsel in Französisch-Guyana aussetzten und sie dann beobachtet.
Dabei zeigten sich die Weibchen nicht besonders wählerisch und paarten sich mit möglichst vielen Männchen. Nach Ansicht der Forscher tun sie das, um den vielfältigen Feinden und Widrigkeiten in der Umgebung einen möglichst großen Gen-Pool entgegenzusetzen. Denn diese Giftpfeilfroschart habe eine besonders komplizierte Fortpflanzungsbiologie: Die Eier würden vom Weibchen im Trocknen abgelegt und die geschlüpften Larven dann vom jeweiligen Männchen zum Wasser gebracht. Das setze die Tiere zusätzlichen Gefahren aus - denen die Frösche mit möglichst vielen, möglichst unterschiedlichen genetischen Varianten begegneten, um die Art zu sichern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)