12. Juli 2012

Lärm gefährdet Leben: Sperlingseltern hören ihre Kinder schlechter nach Futter schreien, wenn es laut ist

Lärm in Städten macht vielen Menschen zu schaffen. Für Sperlinge kann er allerdings lebensgefährlich sein. Und zwar, weil die Jungen bei Krach nicht mehr richtig mit ihren Eltern kommunizieren können. Das hat eine Studie der Universität Sheffield ergeben, über die "BBC" berichtet.

Nach eigenen Angaben wollten die Forscher eigentlich besonders ruhige Brutplätze beobachten. Dann habe man aber in einer Scheune mit einem lauten Stromgenerator Sperlingsnester gefunden und beschlossen, die Brutbedingungen bei Lärm zu beobachten. Ergebnis: Die wichtigen Hunger-Schreie der Jungtiere würden bei Lärm weniger wahrgenommen, die Tiere folglich seltener gefüttert. Sie würden dann mit deutlich weniger Gewicht flügge als Artgenossen, die in ruhiger Umgebung aufwachsen konnten. Das angefressene Fett sei aber für die Anfangszeit überlebenswichtig.

Laut BBC ist die Sperlingspopulation in Großbritannien seit den 1970er Jahren um 71 Prozent zurückgegangen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)