13. Juli 2012

Rückspiegel: Vor 45 Jahren kam es zu Rassenunruhen im US-amerikanischen Newark

Vor 45 Jahren, am 13. Juli 1967, begannen im US-amerikanischen Newark Rassenunruhen, die über 20 Tote forderten. Das Life-Magazin bezeichnete die Ereignisse als "voraussehbaren Aufstand". Die Zustände in der Stadt waren schwierig: schlechte Wohnungssituation, viel Kriminalität und hohe Arbeitslosigkeit unter Schwarzen. Statt im Ghetto Wohnungen zu schaffen, wurde eine Medizinschule gebaut. Zudem wollte der Bürgermeister einen Parteifreund gegen einen besser qualifizierten schwarzen Bewerber für eine Position in der Erziehungsbehörde durchsetzen.

In der Nacht zum 13. Juli wurde dann ein schwarzer Taxifahrer verhaftet. Zeugen sahen darin eine rassistisch motivierte Maßnahme. Innerhalb weniger Minuten versammelten sich schwarze Demonstranten vor dem Polizeigebäude. Die ersten Steine flogen. Mit dem Ruf "Black Power" stürmten Zehntausende Schwarze durch die Geschäftsviertel von Newark.

Für mehrere Tage wurde die Stadt belagert - durch 3.000 Männer der Nationalgarde und 500 weiße Mitglieder der Staatspolizei. Die Bilanz: 26 Tote, davon 20 Schwarze, über 1.000 Verwundete und über 1.000 Verhaftete.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)