13. Juli 2012

Isländisches Gericht: Visa muss Wikileaks-Spenden freigeben

Wikileaks darf wieder hoffen, dass Geld in seine Kassen kommt. Die Enthüllungsplattform hat einen ersten Erfolg im Rechtsstreit mit Visa und Mastercard verkündet. Ein Gericht in Island hat einen dortigen Vertriebspartner der Kreditkartenfirmen dazu verdonnert, die ausstehenden Spenden zu überweisen. Ein Wikileaks-Sprecher sagte, das sei ein kleiner, aber wichtiger Schritt, um gegen die mächtigen Banken zu kämpfen. Auch wirtschaftliche Zensur sei Zensur.

Visa und Mastercard gehören zu den Finanzdienstleistern, die seit zwei Jahren keine Spenden mehr an Wikileaks überweisen. Wikileaks sind dadurch nach eigenen Angaben insgesamt 20 Millionen Dollar an Spenden entgangen. Ob das isländische Urteil auch Auswirkungen auf andere Länder hat, ist unklar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)