13. Juli 2012

"Titanic"-Titel: Diskussion unter Journalisten

Was darf Satire? Die einstweilige Verfügung gegen das Satiremagazin "Titanic" ist Anlass, diese Frage unter Journalisten wieder zu diskutieren. Denn wie es die "Titanic"-Macher mögen, hatten sie mit dem Titel ihrer aktuellen Ausgabe nach ganz oben gezielt: auf den Papst. Der wurde unter der Überschrift "Die undichte Stelle ist gefunden" mit einem gelben Fleck auf der Vorderseite der Soutane und mit einem weiteren auf der Rückseite seines Gewandes dargestellt.

Den katholischen Publizisten geht das erwartungsgemäß zu weit: Die Darstellung verletze die Menschenwürde. Der Deutsche Journalisten-Verband dagegen führt an, der "Titanic"-Titel falle unter die Freiheit der Satire. Die Vorsitzende des katholischen Journalistenverbandes kontert: Gute Satire habe es nicht nötig, die Menschenwürde zu verletzen. Daher sei die "Titanic"-Darstellung einfach nur eine platte Verunglimpfung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)