13. Juli 2012
Wie jemand ein Trauma überwinden kann, daran wird schon lange geforscht. Nun haben deutsche Wissenschaftler dazu neue Erkenntnisse gewonnen. Sie schreiben im Fachmagazin "Journal of Neuroscience", sie hätten einen Mechanismus entdeckt, der das Vergessen von Furcht bremse. Den Forschern zufolge konnten sie das nach einer Reihe von Experimenten mit Mäusen und Menschen nachweisen. Demnach bleibt die Angst länger, wenn zu wenig Dynorphine im Gehirn ausgeschüttet werden. Diese Proteine dämpfen emotionale Stimmungen.
Die Forscher schalteten bei einigen Mäusen das Gen für die Dynorphin-Produktion aus. Bei diesen Tieren hätten sich anhaltende Angstsymptome gezeigt. Bei Tieren mit normaler Dynorphin-Ausschüttung sind den Angaben zufolge die Angstsymptome rasch abgeklungen.
Die Ergebnisse bestätigten sich bei Experimenten mit 33 menschlichen Probanden: Je mehr Dynorphine ausgeschüttet wurden, desto schneller ging die Furcht verloren.
Die Forschungsergebnisse sollen dabei helfen, neue Wege in der Behandlung von Traumapatienten aufzuzeigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)