13. Juli 2012
Was sich kühl lagern lässt, hält länger frisch. Deshalb gehört der Kühlschrank zu einer der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Nach gleichem Prinzip hortet auch der in der Tundra beheimatete Vielfraß seine Speisen. Forscher haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dieser Lagertechnik und dem Fortpflanzungserfolg der bedrohten Tierart gefunden.
Dafür verglichen sie verschiedene Studien zur Lebensweise der Maderart. Ihre Erkenntnis: Die Vielfraß-Weibchen bekommen in der Zeit ihre Nachkommen, in der sie kaum Beute wie etwa Mäuse oder Insekten finden. Deshalb seien die Raubtiere dazu übergegangen, vor der Geburt ihrer Jungtiere Vorräte anzuschaffen und diese in eisigen Kühldepots einzulagern. Je häufiger sie solche Lagerplätze fänden, desto sicherer sei die Aufzucht der Jungen und damit die Arterhaltung.
Die Wissenschaftler hoffen, mit dieser Erkenntis effektivere Schutzräume für den Vielfraß gestalten zu können. In Mitteleuropa ist die Art inzwischen ausgestorben. In Norwegen, Schweden und Lappland existieren nur noch kleine Populationen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)