16. Juli 2012
Eine Technik zum Um-die-Ecke-sehen gibt es nicht nur im Kinderheft Yps, sondern jetzt auch in der Fachzeitschrift "Nature Photonics". Physiker aus Israel berichten darin von einer Methode, um die Lichtstreuung aus einem Bild herauszurechnen. Sie ist dafür verantwortlich, dass Dinge matt aussehen und Licht nicht reflektieren, wie zum Beispiel bei Milchglas. 2010 war eine Technik vorgestellt worden, mit der anhand der Reflexionen des Lichts darauf geschlossen wurde, was sich hinter einer Ecke verbarg. Dinge, die nicht reflektierten, konnten dabei also schlechter ausgemacht werden.
Wissenschaftlich interessanter finden die Forscher jedoch, dass sie mit dem neuen Verfahren durch dünne Materialien hindurchsehen können - zum Beispiel durch Haut. Auch bildgebende Verfahren in der Neurologie könnten davon profitieren, etwa für Aufnahmen des Gehirns.
Ein Vorteil der neuen Technik liegt nach Angaben der Wissenschaftler darin, dass sie mit normalem Licht funktioniert, und nicht wie bisher nur mit Laser.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)