16. Juli 2012

Blutrotes Seewasser: Klimawandel schadet dem Zürichsee

Burgunderblut: So heißt eine Alge, die das Wasser von Seen blutrot färbt. Ihren Namen hat sie von einer historischen Schlacht - und auch heute verheißt sie nichts Gutes. Wie Forscher im Fachblatt "Nature Climate Change" schreiben, wird sie im Zürichsee zunehmend zum Problem. Denn dort habe sich die giftige Alge in den letzten Jahren deutlich vermehrt.

Schuld daran sei unter anderem der Klimawandel. Die zu milden und zu wenig windigen Winter führten dazu, dass sich das Wasser des Sees nicht mehr ausreichend durchmische - der Effekt, der üblicherweise das Algenwachstum bremse, bleibe also aus. Die hohe Algenbelastung schade den Fischbeständen im Wasser.

Die Alge mit dem wissenschaftlichen Namen "Planktothrix rubescens" gehört zu den Cyanobakterien, also zu den Bakterien, die Photosynthese betreiben. Mit Giftstoffen schützen sie sich gegen Fressfeinde. Trinkwasser aus einem belasteten See muss deshalb sehr aufwendig aufbereitet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)