16. Juli 2012
Bedrohlich, gefährlich, gewalttätig. Viele junge Menschen mit Migrationshintergrund leiden unter diesen stereotypen negativen Zuschreibungen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Oldenburg. Die Forscher befragten in Niedersachsen 700 männliche Jugendliche und junge Männer zwischen 15 und 21 Jahren. Unter ihnen waren Teilnehmer mit türkischem, osteuropäischem oder keinem Migrationshintergrund. Es habe sich gezeigt, dass sich die Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln in hohem Maße mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert sehen und das als deutliche Belastung empfinden.
Die Forscher erklären, diese Diskrimierungserfahrungen stellten eine gewaltige Herausforderung für die Gesellschaft dar. Die Mehrheitsgesellschaft habe aber Probleme, Jugendliche mit Migrationshintergrund als selbstverständlich zugehörig einzuordnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)