16. Juli 2012
Pflanzliche Monokulturen gelten als ökologisch bedenklich, aber dafür hocheffizient. Forscher aus Kassel haben nun gezeigt, dass nicht einmal das wirklich stimmt - zumindest in Bezug auf die Energie-Gewinnung aus Pflanzenmaterial.
Im Rahmen des Jena-Experiments waren vor 10 Jahren auf einer Fläche von hunderttausend Quadratmetern Grünlandparzellen angelegt worden. Um Auswirkungen der Biodiversität zu untersuchen, wurden in einige Parzellen Monokulturen gesetzt, in andere bis zu 60 unterschiedliche Pflanzenarten. Die Forscher melden, bei ihren Untersuchungen habe sich ergeben, dass auf einem Hektar Land mit 60 verschiedenen Arten aus den Pflanzen etwa doppelt soviel Energie gewonnen werden könne, wie mit nur vier Arten auf der gleichen Fläche.
Die Erklärung: Verschiedene Planzen könnten Bodennährstoffe, Licht und Wasser optimal ausnutzen und damit alle ökologischen Potenziale einer Fläche besser verwerten. Allerdings könnten einige Pflanzenbestandteile bei der Verbrennung schädliche Stoffe freisetzen. Man forsche deshalb daran, wie man das Material vor dem Trocknen und Verbrennen so behandeln kann, dass es dies nicht passiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)