17. Juli 2012
Dass die Maya clevere Konstrukteure waren, ist bekannt. Das gilt auch für das System der Wasserversorgung. Forscher haben bei neuen Ausgrabungen in der Mayastadt Tikal in Guatemala einen riesigen Damm entdeckt. Es soll sich um das größte hydraulische Maya-Bauwerk handeln. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "PNAS" schreiben, bildete es das untere Ende eines Wasserreservoirs. Es fasste demnach soviel Wasser wie 25 olympische Schwimmbecken.
Teil der Anlage sei außerdem eine Art Klärwerk gewesen. Sandfilter und Absetzbecken für Schwebstoffe hätten für sauberes Wasser gesorgt. Die Forscher schreiben, dass das System den Maya ermöglichte, das ganze Jahr mit Wasser auszukommen, obwohl es nur zu bestimmten Zeiten im Jahr regnete.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)