17. Juli 2012

Peru: Laptop-Projekt an Schulen lässt Erfolg vermissen

Technik alleine bringt es nicht. Zu diesem Schluss kommen Experten und Politiker in Peru im Bezug auf das Projekt "Ein Laptop pro Kind". Auf Staatskosten wurden in Peru seit dem vergangenen Jahr mehr als 800.000 Computer an Schüler verteilt - als Mittel gegen Bildungsarmut. Die Interamerikanische Entwicklungsbank hat jetzt eine Bilanz gezogen. Der Studie zufolge haben sich die Ergebnisse im Mathe- und im Sprachunterricht nicht merklich verbessert. Mehr Zeit für Hausaufgaben habe der Einsatz der Laptops auch nicht gebracht.

Das peruanische Bildungsministerium erklärte, die Lehrer seien nicht ausreichend auf das Projekt vorbereitet worden. Außerdem ist von Softwarefehlern und mangelhaften Internetverbindungen die Rede.

Einen positiven Aspekt gibt es aber wohl auch: So habe der verstärkte Computereinsatz das abstrakte Denken und das Ausdrucksvermögen der Schüler verbessert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)