17. Juli 2012
Vieles läuft schon gut, doch der Erfolg ist keineswegs sicher. Das sagt Ralf Südhoff, Leiter des UNO-Welternährungsprogramms in Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Hilfen für die Sahelzone.
In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau" schreibt er, die internationalen Frühwarnsysteme hätten für Westafrika funktioniert. Bei der Krise in Ostafrika 2011 hätten die Menschen dagegen in der Not ihr Vieh verkauft ihr Saatgut gegessen, anstatt damit etwas Neues anzubauen - und sich so die längerfristige Lebensgrundlage entzogen. Das könne mit den bereits bewilligten Hilfen für Staaten wie Niger, Burkina Faso und Tschad in diesem Jahr wohl vielfach vermieden werden.
Allerdings stehe die schlimmste Zeit noch bevor - die Hungerperiode vor den Ernten im kommenden Herbst. Bis dahin würden viele Menschen ihre Vorräte ganz aufgebraucht haben. Südhoff fordert deshalb den Start einer zweiten Hilfswelle - mit Beträgen im dreistelligen Millionenbereich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)