17. Juli 2012
Dass die chinesische Regierung die Pressefreiheit einschränkt, ist ein alter Hut. Jetzt werden Vorwürfe laut, die Presse in China zensiere sich selbst. 24 ehemalige Journalisten haben einen offenen Brief an den Chefredakteur der Zeitung "South China Morning Post" geschrieben. Sie werfen Wang Xiangwei vor, die ungeklärten Todesumstände des Bürgerrechtlers Li Wangyan verkürzt dargestellt zu haben.
Der Chefredakteur hatte entschieden, lediglich eine Meldung im Mittelteil der Zeitung zu drucken. Die ehemaligen Journalisten sehen darin einen Trend zu verstärkter Konformität mit der chinesischen Regierung. Die Zeitung habe ihre Prinzipien der Unabhängigkeit und Objektivität verraten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)