17. Juli 2012

Chemische Nase soll Flüchtlinge aufspüren

Ob in Lastwagen, überladenen Booten oder in Frachtcontainern - um nach Europa zu kommen, ist vielen Menschen jedes Transportmittel recht.

Und je kreativer und risikobereiter die Schleuser werden, desto mehr müssen sich auch die Grenzbehörden der EU einfallen lassen. Das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften beteiligt sich nun an einem Projekt, mit dem Menschen in Frachtcontainern aufgespürt werden sollen. Dabei wollen die Wissenschaftler auf ein System zurückgreifen, das sie bereits für die Rettung von Lawinenopfern und anderen Verschütteten entwickelt haben. Dabei kann ein Gerät erkennen, ob sich in der Luft Moleküle befinden, die aus der Atemluft eines Menschen stammen.

Das ganze funktioniert durch die sogenannte Ionenmobilitätsspektronomie. Dabei wird gemessen, wie schnell ein Teilchen durch ein bestimmtes Gas fliegt - aus dem Ergebnis lässt sich dann die chemische Zusammensetzung ablesen. Für die Forscher besteht die Herausforderung darin, ein tragbares Gerät zu entwickeln, das auch damit zurechtkommt, dass viele Frachtcontainer mit Gasen befüllt werden, beispielsweise um Lebensmittel haltbarer zu machen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)